Die heilsame Wirkung des Chantens

Singen ist ein Lebenselixier. Es sollte eigentlich ärztlich verschrieben werden, denn seine positive und heilsame Wirkung ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen. Singen schüttet Glückshormone aus, stimuliert den Parasympathikus, was uns entspannen lässt, es wirkt sich regulierend auf das Herz-Kreislaufsystem aus, fördert die Entschlackung, regt die Durchblutung an, erhöht die Sauerstoffsättigung und damit die Konzentrationsfähigkeit, neuronale Verbindungen werden geknüpft… und das in jedem Alter.

Die Töne, die unsere Stimmbänder erzeugen, sind Schwingungen, die alle Resonnanzräume in unserem Körper mitschwingen lassen, Blockaden lösen. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes belebt und beschwingt. Das darf ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Sänger, die abgespannt und gestresst vom Alltag ankamen, müde, leer, mit matten Augen, haben im Chanten zurück zur Freude gefunden und sind mit leuchtenden Augen nach Hause gegangen.

Im Gesang kann das einen Ausdruck oder ein Ventil finden, was sonst nicht ausgedrückt werden kann oder will. Und das gemeinsame Singen von spirituellen Liedern eröffnet uns die Chance, aus unserem Gedankenkarussell auszusteigen. Wir sind plötzlich ganz im Jetzt, achtsam nur in diesem Moment.

Außerdem erleben wir durch das aufeinander Hören ein verbindendes Gemeinschaftsgefühl, das Grenzen von Intellekt, Sprache, Weltanschauung oder Kultur hinweg überwindet.